Einladung zum Mord aus dem Jahr 2023 erzählt die Geschichte einer Gruppe unterschiedlichster Menschen, die auf eine abgelegene Insel eingeladen werden. Dort dauert es nicht lange, bis ein Mord geschieht und sich nach und nach Verdächtigungen, Geheimnisse und kleine Intrigen entfalten. Ganz im Stil klassischer Whodunit-Krimis setzt der Film weniger auf große Action als auf Rätselraten und das Zusammenspiel seiner Figuren.

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Hin und wieder bekomme ich einfach Lust auf einen oberflächlichen Krimi oder Thriller, der mich für anderthalb Stunden unkompliziert unterhält. Mit Einladung zum Mord habe ich dabei ziemlich genau ins Schwarze getroffen. Der Film macht im Grunde nichts Besonderes. Er besitzt kein echtes Alleinstellungsmerkmal, keine großen Überraschungen und wahrscheinlich werde ich ihn in einem Jahr schon wieder komplett vergessen haben. Aber genau das ist hier irgendwie auch okay.

Denn trotz seiner Belanglosigkeit hat mich der Film über die gesamte Laufzeit hinweg ordentlich unterhalten. Die Atmosphäre erinnert angenehm an klassische Agatha-Christie-Verfilmungen und lädt dazu ein, einfach mitzurätseln, ohne dabei allzu viel Tiefgang zu erwarten. Einige Figuren bleiben zwar recht blass, doch der eine oder andere Charakter bringt genug Charme mit, um die Handlung angenehm zu tragen.

Spannungstechnisch sollte man allerdings keine Wunderdinge erwarten. Der Film arbeitet eher mit kleineren WTF-Momenten als mit einem wirklich packenden Spannungsbogen. Viele Entwicklungen wirken vertraut und manches läuft genau so ab, wie man es bereits aus ähnlichen Geschichten kennt. Trotzdem entsteht nie echte Langeweile, weil Einladung zum Mord genau weiß, was er sein möchte: leichte Krimiunterhaltung für zwischendurch.

Fazit

6 / 10

Einladung zum Mord ist eine klare Hommage an die klassischen Krimis von Agatha Christie. Wer einfach mal für 90 Minuten in eine oberflächliche, aber unterhaltsame Geschichte abtauchen möchte, kann hier durchaus seinen Spaß haben. Wer mit dieser Art von gemütlichen Whodunit-Krimis allerdings generell nichts anfangen kann, sollte definitiv einen großen Bogen um den Film machen.

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