Die 3. Staffel von One Punch Man knüpft grundsätzlich an die bekannte Welt der Heldenvereinigung und ihrer immer größer werdenden Bedrohungen an.
Im Mittelpunkt steht erneut der unschlagbare Held Saitama, der mit nur einem Schlag jeden Gegner besiegt – und genau darin liegt auch der besondere Reiz der Serie: die Mischung aus überdrehter Action und selbstironischem Humor.
Als großer Fan von One Punch Man bin ich mit entsprechend hohen Erwartungen in die dritte Staffel gegangen. Der Protagonist Saitama ist für mich nach wie vor ein absoluter Höhepunkt – seine Gleichgültigkeit gegenüber epischen Kämpfen und sein trockener Humor treffen einfach genau meinen Geschmack. Auch die Vielzahl an Nebencharakteren ist weiterhin ein großer Pluspunkt, denn viele von ihnen bringen eigene spannende Geschichten und Persönlichkeiten mit.
Gerade deshalb ist es umso enttäuschender, was Staffel 3 daraus macht. Die Serie hat so unglaublich viel Potential, nutzt dieses aber leider kaum aus. Persönlich hätte ich mir deutlich mehr Fokus auf Saitama gewünscht. So interessant andere Helden auch sind, fehlt ohne ihn oft das Herzstück der Serie.
Besonders negativ fallen die Animationen auf: Wenn überhaupt welche vorhanden sind, wirken sie oft schlicht, lieblos und einem Anime, der einst für seine herausragende Inszenierung gefeiert wurde, absolut nicht würdig. Hier geht ein großer Teil der Dynamik und Faszination verloren, die die früheren Staffeln ausgezeichnet haben.
❍ Fazit
Unterm Strich bleibt eine Staffel, die hinter ihren Möglichkeiten zurückbleibt. One Punch Man hat nach wie vor enormes Potential – umso mehr hoffe ich für die Zukunft, dass kommende Episoden wieder an die alte Stärke anknüpfen und dem Werk die Qualität zurückgeben, die es verdient.