Mit der fünften Staffel hat Stranger Things genau das geschafft, was vielen langjährigen Serien nicht gelingt: Sie ist sich bis zum Schluss treu geblieben.
Vom ersten Moment an hatte ich das Gefühl, wieder genau in der Welt zu sein, die mich über Jahre hinweg begleitet hat – nur größer, intensiver und emotionaler.
Besonders beeindruckt haben mich die Animationen. Visuell legt die Serie noch einmal eine ordentliche Schippe drauf und beweist, wie viel Liebe zum Detail in jeder einzelnen Szene steckt. Unterstützt wird das Ganze von einer musikalischen Untermalung, die einfach ein Brett ist. Der Soundtrack trägt die Stimmung nicht nur, er verstärkt sie und sorgt dafür, dass viele Momente noch lange nachhallen.
Was Stranger Things aber schon immer ausgezeichnet hat, ist der Cast. Auch in der finalen Staffel wird einmal mehr deutlich, wie viele unglaublich begabte Schauspielerinnen und Schauspieler hier zusammengekommen sind. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir viele dieser Gesichter in Zukunft noch in ganz unterschiedlichen Filmen und Serien wiedersehen werden – das Potenzial ist schlichtweg enorm.
Der Spannungsaufbau hin zum großen Finale ist hervorragend gelungen. Rund um das Ende wurde im Vorfeld unglaublich viel spekuliert – gefühlt wurde jeder einzelne Frame analysiert und interpretiert. Ich habe unzählige Theorien gelesen – einige davon komplett verrückt, andere erstaunlich schlüssig. Und obwohl viele dieser spekulativen Enden wild anmuteten, konnte ich mit fast jedem Gedankenspiel etwas anfangen.
Umso mehr hat es mich gefreut, dass sich die Serie letztlich für ein Ende entschieden hat, das klar, strikt und sauber erzählt ist. Kein unnötig verkompliziertes Konstrukt, keine kaum durchschaubaren Wendungen, sondern ein Abschluss, der sich richtig anfühlt und der Geschichte gerecht wird.
Das absolute Highlight war für mich jedoch der emotionale Epilog der Charaktere. Die Reden, die Gesten, die kleinen Blicke und die Ausblicke auf ihre Zukunft – all das hat mich mehr berührt als jeder Effekt oder jeder Schockmoment. Stranger Things verabschiedet sich nicht nur mit einem großen Finale, sondern mit Herz. Und genau so sollte es sein.