Die Netflix-Serie Last Samurai Standing spielt in der Meiji-Ära (1878), als Japans Samurai-Ära zu Ende geht. Der ehemalige Samurai Shujiro Saga nimmt an einem tödlichen Überlebensspiel namens „Kodoku“ teil.
Der Gewinner erhält 100 Milliarden Yen. Jeder Teilnehmer erhält eine Holzmarke – das Ziel ist, die Marken der anderen zu stehlen und lebend nach Tokio zu gelangen. Die Serie basiert auf dem Roman von Shōgo Imamura und wird oft mit Squid Game verglichen, da sie ein brutales Spiel auf Leben und Tod in historischem Setting zeigt.
Optisch ist Last Samurai Standing ein echter Hingucker: Authentische Requisiten, detailreiche Kostüme und beeindruckende Kampfchoreografien sorgen für ein visuell stimmiges historisches Ambiente – wer eine Schwäche für die frühe Meiji-Zeit hat, wird hier sicherlich hängen bleiben.
Doch hinter der glänzenden Fassade bleibt die Story auf der Strecke. Die Charaktere wirken flach, die Motivationen unzureichend entwickelt – und das trotz des spannenden Grundkonzepts. Mich haben weder die Handlung noch die Figuren gepackt. Wer nach der ersten Folge noch nicht Feuer gefangen hat, kann bedenkenlos ausschalten: Der Funke springt nicht über.
Fazit
Ein visuell starkes, aber erzählerisch enttäuschendes Epos – schön anzusehen, schwer zu lieben.