Ich war bei Pokémon Pokopia zunächst ziemlich skeptisch. Die Kombination aus Minecraft und Animal Crossing klang zwar interessant, aber ich habe mich gefragt, ob dieses Konzept bei mir wirklich funktionieren würde. Beide Spiele haben mich persönlich nie wirklich langfristig fesseln können. Umso gespannter war ich darauf, ob Pokopia bei mir zünden würde.

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Optisch macht das Spiel auf der Nintendo Switch 2 jedenfalls sofort einen sehr guten Eindruck. Die Welt wirkt farbenfroh und lebendig, und vor allem die Pokémon sind durch ihr Verhalten und ihre kleinen Konversationen mehr als nur niedlich inszeniert. Man merkt schnell, dass hier viel Wert auf Atmosphäre gelegt wurde.

Nach gut zwei Stunden im Singleplayer hatten wir allerdings genug davon und sind direkt in den Multiplayer gewechselt. Dort liegt für mich auch eine der größten Stärken des Spiels. Gemeinsam eine freie Insel aufzubauen, sie umzubauen und möglichst viele Habitate für Pokémon zu errichten, macht einfach Spaß. Gerade das freie Bauen und Experimentieren sorgt dafür, dass man schnell in einen kreativen Flow kommt.

Nach etwa zehn Stunden Spielzeit haben wir jedoch gemerkt, dass uns einige Fähigkeiten fehlen. Der Grund dafür war recht simpel: Wir hatten den Singleplayer kaum gespielt und damit wichtige Fähigkeiten noch gar nicht freigeschaltet. Also ging es noch einmal zurück in den Story-Modus, um die nötigen Fortschritte zu machen.

Dabei zeigt sich allerdings auch eine kleine Schwäche des Spiels. Manche Inseln und Aufgaben machen unglaublich viel Spaß, andere wirken dagegen etwas eintönig. Die geforderten Tätigkeiten wiederholen sich teilweise recht stark, was den Spielfluss ein wenig ausbremst.

Mit zunehmendem Storyfortschritt wurde aber auch klar, wie viele Möglichkeiten das Spiel eigentlich bietet. Je mehr Fähigkeiten freigeschaltet werden, desto mehr Ideen entstehen für den Multiplayer. Entsprechend wächst auch die Vorfreude darauf, die Story möglichst bald abzuschließen, um anschließend gemeinsam eine komplett neue Insel mit all dem neu gewonnenen Wissen und den freigeschalteten Fähigkeiten von Grund auf aufzubauen.

Fazit

8 / 10

Am Ende bleibt für mich ein sehr positives Gesamtbild: Pokémon Pokopia ist ein entspanntes Abenteuer, das Elemente aus Animal Crossing und Minecraft mit einem charmanten Pokémon-Flair verbindet. Die größte Stärke liegt eindeutig im Multiplayer und im freien Bauen. Wer sich gerne kreativ austobt und dabei eine entspannte Spielerfahrung sucht, dürfte hier genau richtig sein.

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